Axiallager
Thrust bearing
Axiallager (Drucklager) nehmen vorwiegend Kräfte in Richtung der Wellenachse auf; ihr Nenndruckwinkel liegt über 45°, beim reinen Axiallager bei 90°. Typische Bauarten sind Axial-Rillenkugellager (einseitig oder zweiseitig wirkend), Axial-Zylinderrollen-, Axial-Nadel-, Axial-Kegelrollen- und Axial-Pendelrollenlager; letztere können als einzige Bauart nennenswerte Radialkräfte mit übernehmen und Fluchtungsfehler ausgleichen. Statt von Innen- und Außenring spricht man bei Axiallagern von Wellenscheibe und Gehäusescheibe.
Axiallager sind drehzahlempfindlicher als Radiallager, weil die Fliehkraft die Wälzkörper nach außen drängt. Axial-Rillenkugellager benötigen deshalb eine Mindestaxiallast, damit die Kugeln nicht gleiten; die entsprechenden Herstellerangaben sind einzuhalten.
Einbauseitig kommt es auf plane, rechtwinklig zur Wellenachse liegende Anlageflächen an — Schiefstellung konzentriert die Last auf wenige Wälzkörper. Reine Axiallager führen die Welle nicht radial und werden daher fast immer mit Radiallagern kombiniert.
