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Euro Bearing
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Lexikon

Ölschmierung

Oil lubrication

Ölschmierung versorgt Wälzlager mit flüssigem Schmierstoff und wird eingesetzt, wenn Fettschmierung an ihre Grenzen stößt – etwa bei hohen Drehzahlen, hohen Betriebstemperaturen oder wenn benachbarte Maschinenelemente wie Zahnräder ohnehin ölgeschmiert sind. Gängige Verfahren sind Ölbadschmierung, Ölumlaufschmierung, Öleinspritzung sowie Öl-Luft- bzw. Minimalmengenschmierung für schnelllaufende Spindellagerungen.

Der wesentliche Vorteil liegt in der Wärmeabfuhr: Umlaufendes Öl transportiert Reibungswärme und Verschleißpartikel aus dem Lager ab und lässt sich filtern und kühlen. Damit sind höhere Drehzahlen erreichbar als mit Fettschmierung. Entscheidend ist die richtige Betriebsviskosität im Wälzkontakt, die über das Viskositätsverhältnis von Ist- zu Bezugsviskosität in die erweiterte Lebensdauerberechnung eingeht.

Dem steht ein höherer konstruktiver Aufwand gegenüber: Abdichtung gegen Ölaustritt, Ölstandsüberwachung bzw. Pumpen, Leitungen und Filter bei Umlaufsystemen. Für die Instandhaltung sind regelmäßige Ölanalysen und Ölwechsel bewährte Bausteine der Zustandsüberwachung, da Wasser, Partikel und Viskositätsdrift die Lagerlebensdauer unmittelbar beeinflussen.