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Euro Bearing
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Lexikon

Lagerbezeichnung

Bearing designation

Die Lagerbezeichnung ist der genormte Kurzcode, der ein Wälzlager eindeutig beschreibt. Sie besteht aus drei Blöcken: einem optionalen Vorsetzzeichen (etwa für Werkstoffvarianten), der Basisbezeichnung und optionalen Nachsetzzeichen. Die Basisbezeichnung verschlüsselt Lagerbauart, Maßreihe und Bohrung: Beim Rillenkugellager 6205 steht die 6 für die Bauart, die 2 für die Maßreihe und 05 als Bohrungskennzahl für 25 mm Bohrung.

Nachsetzzeichen ergänzen Ausführungsdetails wie Dichtungen und Deckscheiben (z. B. 2RS, ZZ), Lagerluft (z. B. C3), Käfigwerkstoff oder Toleranzklasse. Gerade hier lohnt Sorgfalt: Ein 6205-2RS C3 ist nicht ohne Weiteres gegen ein offenes 6205 mit Normalluft austauschbar, obwohl die Hauptabmessungen identisch sind.

Basisbezeichnungen sind weitgehend herstellerübergreifend vergleichbar, Nachsetzzeichen werden jedoch teilweise herstellerspezifisch belegt. Beim Identifizieren eines Altlagers empfiehlt sich daher der Abgleich über Maßtabellen und ein Nachsetzzeichen-Glossar, um die technisch gleichwertige Ausführung eines anderen Herstellers sicher zu bestimmen.