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Euro Bearing
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Lexikon

Passung

Fit

Die Passung beschreibt das maßliche Zusammenspiel zwischen dem Lagerring und seiner Gegenfläche – also zwischen Innenring und Wellensitz beziehungsweise Außenring und Gehäusebohrung. Da die Ringbohrung und der Außendurchmesser von Wälzlagern nach ISO genormt toleriert sind, wird die Passung allein über die Toleranzlage von Welle und Gehäuse bestimmt. Je nach Kombination entsteht Spiel-, Übergangs- oder Übermaßpassung.

Die Wahl der Passung richtet sich vor allem nach dem Lastfall: Der Ring, der Umfangslast trägt, benötigt einen festen Sitz, der Ring unter Punktlast darf lockerer sitzen. Daneben spielen Lagergröße, Lasthöhe, Temperaturverhältnisse, Werkstoff und geforderte Laufgenauigkeit eine Rolle; übliche Wellentoleranzen wie k5 oder m5 beziehungsweise Gehäusetoleranzen im Bereich H7 bis J6 werden je nach Lastfall aus den Herstellerkatalogen gewählt.

Eine zu lose Passung führt zu Ringwandern und Passungsrost, eine zu stramme Passung verringert die Lagerluft und kann das Betriebsspiel unzulässig einengen. Bei der Auslegung müssen Passung und Lagerluftklasse deshalb immer gemeinsam betrachtet werden.