Condition Monitoring
Condition monitoring
Condition Monitoring bezeichnet die zustandsorientierte Überwachung von Maschinen mit dem Ziel, Lagerschäden zu erkennen, lange bevor sie zum Ausfall führen. Bei Wälzlagern ist die Schwingungsanalyse das wichtigste Verfahren: Schäden an Laufbahnen und Wälzkörpern erzeugen charakteristische Überrollfrequenzen, die sich aus Lagergeometrie und Drehzahl berechnen lassen und im Frequenzspektrum beziehungsweise in der Hüllkurvenanalyse sichtbar werden. Ergänzend werden Temperatur, Schmierstoffzustand (etwa Partikelgehalt und Wassergehalt) sowie Ultraschall- und Körperschallverfahren ausgewertet.
Der Nutzen liegt in der Planbarkeit: Statt starrer Wechselintervalle oder ungeplanter Stillstände wird das Lager dann getauscht, wenn sein Zustand es erfordert. Frühindikatoren wie beginnendes Pitting, Mangelschmierung oder Stromdurchgang lassen sich voneinander trennen und gezielt abstellen.
In der Praxis reicht die Bandbreite von Handmessgeräten für die Messroute bis zu fest installierten Online-Systemen an kritischen Aggregaten. Entscheidend sind eine saubere Referenzmessung im Gutzustand und die konsequente Trendaufzeichnung.
