Fettschmierung
Grease lubrication
Fettschmierung ist die häufigste Schmierungsart für Wälzlager: Ein Schmierfett – bestehend aus Grundöl, Verdicker und Additiven – wird in den Lagerinnenraum eingebracht und gibt das Grundöl über die Gebrauchsdauer langsam an die Kontaktstellen ab. Der Verdicker wirkt dabei als Ölspeicher und hält den Schmierstoff an Ort und Stelle, ohne dass aufwendige Zufuhrsysteme nötig wären.
In der Praxis überwiegen die Vorteile: einfache Abdichtung, geringer konstruktiver Aufwand, Schutz vor Korrosion und die Möglichkeit lebensdauergeschmierter, abgedichteter Lager (z. B. Nachsetzzeichen 2Z oder 2RS). Als Richtwert gilt ein Fettfüllgrad von etwa 30 Prozent des freien Lagerinnenraums; Überfettung führt zu Walkarbeit und erhöhter Betriebstemperatur.
Grenzen bestehen bei hohen Drehzahlen und hohen Temperaturen, wo die Wärmeabfuhr über das Fett nicht ausreicht – dort kommt Ölschmierung zum Einsatz. Für Instandhalter sind die Fettauswahl (NLGI-Klasse, Grundölviskosität, Verträglichkeit mit dem vorhandenen Fett) und das Nachschmierintervall die entscheidenden Stellgrößen für die erreichbare Lagergebrauchsdauer.
