Laufbahn
Raceway
Die Laufbahn ist die gehärtete, feinstbearbeitete Fläche an Innen- und Außenring (bzw. an Wellen- und Gehäusescheibe bei Axiallagern), auf der die Wälzkörper abrollen. Bei Kugellagern ist sie als Rille ausgeführt, deren Krümmungsradius geringfügig größer ist als der Kugelradius (Schmiegung); bei Rollenlagern ist sie zylindrisch, kegelig oder hohlkugelig. Die Kontaktfläche im Wälzkontakt ist klein, entsprechend hoch sind die dort auftretenden Hertzschen Pressungen.
Laufbahnen werden geschliffen und meist zusätzlich gehont; Oberflächengüte und Formtreue bestimmen Laufruhe, Reibung und die Ausbildung des trennenden Schmierfilms im elastohydrodynamischen Kontakt.
Die Laufbahn ist zugleich die häufigste Schadenszone des Lagers: Klassische Wälzermüdung (Pitting) beginnt an oder unterhalb der Laufbahnoberfläche, Stillstandsschäden wie False Brinelling und Riffeln aus Stromdurchgang zeichnen sich als regelmäßige Muster ab. Eingedrückte Fremdpartikel wirken als Ermüdungskeime — Sauberkeit bei Montage und im Schmierstoff verlängert die Gebrauchsdauer unmittelbar.
