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Euro Bearing
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Vierpunktlager

Vierpunktlager

Einreihiges Schrägkugellager mit geteiltem Innenring, das Axiallasten in beiden Richtungen aufnimmt – eine schmale Alternative zu zwei angestellten Lagern.

Worauf achten
  • Nur bei überwiegend axialer Last einsetzen (geringe Radialführung).
  • Spart axialen Bauraum gegenüber gepaarten Schrägkugellagern.
  • Für rein radiale Last ein Rillenkugellager wählen.

Kurz gesagt

Ein Vierpunktlager ist ein einreihiges Schrägkugellager mit geteiltem Innenring, das Axiallasten in beiden Richtungen sowie begrenzte Radiallasten in einem einzigen Lager aufnimmt — es ersetzt damit ein angestelltes Lagerpaar auf engem Bauraum. Eurobearing führt die QJ-Serie von SKF, FAG und NKE mit Bohrungen von 17 bis 260 mm, Außendurchmessern bis 480 mm und einem Druckwinkel von 35°.

Was ist ein Vierpunktlager?

Das Vierpunktlager (QJ-Serie) ist ein einreihiges Schrägkugellager, dessen Laufbahnen so geformt sind, dass jede Kugel den Innen- und Außenring an vier Punkten berührt. Dadurch nimmt ein einzelnes Lager Axialkräfte in beiden Richtungen auf — eine Aufgabe, für die sonst zwei gegeneinander angestellte Schrägkugellager nötig wären. Der geteilte Innenring erlaubt eine höhere Kugelzahl und damit eine hohe axiale Tragfähigkeit bei schmaler Baubreite.

Reine Radiallasten sind nur begrenzt zulässig; das Vierpunktlager ist primär für überwiegend axiale Belastung ausgelegt, etwa als axiale Festlagerung neben einem radial tragenden Lager. Die konstruktiven Grundlagen — Berührgeometrie, zulässiges Lastverhältnis, Einbau des geteilten Innenrings — behandelt der Ratgeber zum Vierpunktlager.

Aufbau eines Vierpunktlagers (QJ-Serie)

Außenringeinteilig, mit gotischer Bogenlaufbahn
Innenring (geteilt)zweiteilig — ermöglicht hohe Kugelzahl und erleichtert die Montage
Kugeln (Wälzkörper)berühren jede Laufbahn an vier Punkten
Käfigüberwiegend Messing (bei SKF: MA; bei FAG: MPA), teils Polyamid

Wie wähle ich das richtige Vierpunktlager?

Die Auswahl folgt den Hauptabmessungen und dem Lastfall. Das Sortiment deckt Bohrungen von 17 bis 260 mm, Außendurchmesser von 40 bis 480 mm und Breiten von 12 bis 88 mm ab; die dynamischen Tragzahlen Cr liegen je nach Baugröße zwischen rund 10 und 540 kN.

35°
Standard-Druckwinkel der QJ-Serie — ausgelegt für hohe beidseitige Axiallast

Wesentliche Auswahlkriterien:

  • Hauptmaße: Bohrung, Außendurchmesser und Breite müssen zu Welle und Gehäuse passen — verfügbar in der QJ2- und QJ3-Maßreihe.
  • Lastfall: überwiegend axiale Belastung in beiden Richtungen; Radiallast nur begrenzt zulässig. Bei hoher kombinierter Last ein separates Radiallager vorsehen.
  • Käfig: überwiegend Messingkäfig (bei SKF Suffix MA, bei FAG Messingkäfig MPA oder Polyamidkäfig TVP); für einzelne Baugrößen auch Polyamidkäfig verfügbar.
  • Hersteller: verfügbar von SKF, FAG und NKE. Wird ein Lager eines anderen Herstellers ersetzt, gelten Austauschtypen hinsichtlich Maß, Funktion und Einbaulage als gleichwertig; Schmierung und Lagerluft für kritische Anwendungen prüfen.

Die Maßtoleranzen richten sich nach der Normalklasse P0/PN gemäß ISO 492. Tragen Sie die gesuchten Maße oder die QJ-Bezeichnung in die Filter des Katalogs ein, um direkt zur passenden Variante zu gelangen.

FAQ

Wofür wird ein Vierpunktlager eingesetzt?

Ein Vierpunktlager dient als axiale Festlagerung, die Kräfte in beiden Richtungen aufnimmt, ohne dass dafür zwei angestellte Schrägkugellager nötig sind. Typisch ist die Kombination mit einem radial tragenden Lager — etwa in Getrieben, Kompressoren und Antriebssträngen, wo wechselnde Axialschübe auf engem Bauraum geführt werden müssen.

Warum hat das Vierpunktlager einen geteilten Innenring?

Der zweiteilige Innenring erlaubt es, eine größere Anzahl Kugeln einzubauen, als es bei einem einteiligen Ring möglich wäre. Das erhöht die axiale Tragfähigkeit bei schmaler Baubreite. Beim Einbau müssen die beiden Ringhälften zusammenbleiben und korrekt zueinander ausgerichtet sein.

Welche Hersteller und Maße führt Eurobearing bei Vierpunktlagern?

Das Sortiment umfasst Vierpunktlager der QJ-Serie von SKF, FAG und NKE. Es deckt Bohrungsdurchmesser von 17 bis 260 mm und Außendurchmesser bis 480 mm ab, mit einem Druckwinkel von 35° und überwiegend Messingkäfigen.

Kann ein Vierpunktlager Radiallasten aufnehmen?

Ja, jedoch nur in begrenztem Umfang. Das Vierpunktlager ist für überwiegend axiale Belastung ausgelegt; reine oder hohe Radiallasten sollten von einem separaten Radiallager getragen werden. In der Praxis arbeitet es daher meist als axiales Festlager neben einem Loslager.

Kurz gefasst

  • Das Vierpunktlager (QJ-Serie) ist ein einreihiges Schrägkugellager mit geteiltem Innenring, das Axiallasten in beiden Richtungen in einem Lager aufnimmt.
  • Es ersetzt ein angestelltes Lagerpaar auf engem Bauraum; Radiallast ist nur begrenzt zulässig.
  • Auswahl über Hauptmaße, Lastfall, Käfig (überwiegend Messing) und Hersteller.
  • Eurobearing führt SKF, FAG und NKE — Bohrung 17–260 mm, Außendurchmesser bis 480 mm, Druckwinkel 35°.
  • Hintergründe und Einbau im Ratgeber zum Vierpunktlager.
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