Außenring
Outer ring
Der Außenring ist der äußere Ring eines Wälzlagers und sitzt in der Gehäusebohrung. Seine Innenfläche trägt die Laufbahn für die Wälzkörper, die Mantelfläche bildet die Passfläche zum Gehäuse. Wie der Innenring wird er aus gehärtetem Wälzlagerstahl gefertigt und nach ISO 492 toleriert.
In der typischen Anordnung mit rotierender Welle steht der Außenring still und unterliegt Punktlast: Die Belastung wirkt stets auf dieselbe Stelle der Laufbahn. Dann genügt eine lose bis übergangsweise Passung im Gehäuse, was Ein- und Ausbau erleichtert und bei Loslagern die axiale Verschiebbarkeit sicherstellt. Rotiert dagegen das Gehäuse — etwa bei Radnaben oder Seilrollen — liegt am Außenring Umfangslast an, und ein fester Sitz ist erforderlich.
Praktisch wichtig sind Formgenauigkeit und Steifigkeit der Gehäusebohrung: Ein unrundes oder nachgiebiges Gehäuse verformt den Ring und verfälscht das Betriebsspiel. Dünnwandige Gehäuse aus Leichtmetall erfordern wegen der unterschiedlichen Wärmedehnung eine besonders sorgfältige Passungswahl.
