Wälzlager
Rolling bearing
Wälzlager sind Maschinenelemente, die relativ zueinander bewegte Bauteile – typischerweise eine rotierende Welle und ein stillstehendes Gehäuse – mit geringer Reibung abstützen. Zwischen Innenring und Außenring rollen Wälzkörper (Kugeln oder Rollen) auf gehärteten, feinbearbeiteten Laufbahnen ab; ein Käfig hält sie auf Abstand. Im Gegensatz zum Gleitlager herrscht Rollreibung statt Gleitreibung, was niedrige Anlaufmomente und geringe Verlustleistung ergibt. Wichtige Normen sind DIN 625 für Rillenkugellager, ISO 492 für Toleranzen und ISO 281 für die Lebensdauerberechnung.
Die Bauarten reichen vom Rillenkugellager über Zylinder-, Kegel-, Pendel- und Nadelrollenlager bis zu Axiallagern. Kugellager eignen sich für hohe Drehzahlen bei moderaten Lasten, Rollenlager tragen dank Linienberührung höhere Kräfte.
Für die Auswahl sind Belastungsrichtung und -höhe, Drehzahl, geforderte Lebensdauer, Fluchtungsfehler, Schmierung und Umgebungsbedingungen maßgeblich. Passungswahl, Einbau und sauberes Handling entscheiden in der Praxis oft stärker über die erreichte Gebrauchsdauer als die rechnerische Ermüdungslebensdauer.
