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Euro Bearing
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Nadelbüchsen

Nadelbüchsen

Nadellager mit offener, tiefgezogener Außenhülse für durchgehende Bohrungen – kompakt und wirtschaftlich bei beidseitig zugänglichem Sitz.

Worauf achten
  • Offene Bauform für durchgehende Bohrungen.
  • Press-Sitz in der Bohrung beachten (dünnwandige Hülse).
  • Für geschlossenen Sitz eine Nadelhülse wählen.

Kurz gesagt

Eine Nadelbüchse ist eine kompakte, radial bauende Variante des Nadellagers: Nadelrollen laufen in einer tiefgezogenen, dünnwandigen Außenbüchse, die an einer Stirnseite durch eine Bodenscheibe verschlossen ist (geschlossenes Ende). Einen Innenring gibt es nicht — die Nadeln wälzen direkt auf der gehärteten Welle. So baut die Lagerstelle niedrig und mit kleinem Außendurchmesser bei hoher Tragzahl. Eurobearing führt Nadelbüchsen von INA, NTN, NKE, ZEN und NADELLA mit Bohrungen von 3 bis 50 mm.

Was ist eine Nadelbüchse?

Die Nadelbüchse (Bauform BK) besteht aus einer tiefgezogenen, dünnwandigen Außenbüchse aus Stahlblech, die zugleich die äußere Laufbahn bildet, und einer angeformten Bodenscheibe, die das Lager an einer Stirnseite verschließt. Das geschlossene Ende wirkt als axiale Anlage und eignet sich für Wellenenden. Die Maße gezogener Nadellager sind in ISO 3245 (drawn-cup needle roller bearings) genormt. Die Nadeln werden meist von einem Käfig (Stahlblech oder Polyamid) geführt; vollnadelige Ausführungen ohne Käfig (z. B. von NADELLA) erreichen bei gleichem Bauraum eine höhere Tragzahl bei niedrigerer Drehzahl. Im Unterschied zur beidseitig offenen Nadelhülse ist die Nadelbüchse an einer Seite geschlossen — Wellenhärte, Schmierung und der Bauform-Vergleich stehen im Ratgeber zu Nadelhülsen.

Aufbau einer Nadelbüchse

Tiefgezogene Außenbüchsedünnwandiges Stahlblech, bildet die äußere Laufbahn
Bodenscheibegeschlossenes Ende an einer Stirnseite, axiale Anlage
NadelrollenWälzkörper, laufen direkt auf der gehärteten Welle
KäfigStahlblech oder Polyamid; entfällt bei vollnadeliger Ausführung

Wie wähle ich die richtige Nadelbüchse?

Maßgeblich sind die drei Hauptmaße — Bohrung (Wellendurchmesser), Außendurchmesser und Breite — sowie die geforderte Tragzahl. Im Sortiment reichen die Bohrungen von 3 bis 50 mm, die Außendurchmesser bis 58 mm; die dünne Wand hält den Außendurchmesser bewusst klein. Die dynamischen Tragzahlen liegen je nach Baugröße bei rund 1 bis 97 kN. Eingesetzt werden Nadelbüchsen dort, wo der radiale Bauraum knapp ist und das geschlossene Ende ein Wellenende abschließt — etwa in Getrieben, Pumpen, Land- und Baumaschinen sowie an Umlenkrollen.

Weitere Auswahlkriterien:

  • Käfig oder vollnadelig: käfiggeführte Ausführungen erlauben höhere Drehzahlen; vollnadelige (ohne Käfig, z. B. NADELLA) maximieren die Tragzahl bei niedrigerer Drehzahl.
  • Abdichtung: überwiegend offen; einzelne Ausführungen tragen eine berührende Dichtung an einer Seite für besseren Schmutzschutz.
  • Hersteller: geführt werden INA, NTN, NKE, ZEN und NADELLA.

Den Grundaufbau einer Lagerbezeichnung erklärt der Ratgeber Lagerbezeichnungen lesen; die Kürzel BK, HK und RS stehen im Katalog des Herstellers. Tragen Sie die gesuchten Maße in die Filter des Katalogs unten ein.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Nadelbüchse und Nadelhülse?

Beide haben eine tiefgezogene, dünnwandige Außenbüchse und keinen Innenring. Die Nadelbüchse (BK) hat einen geschlossenen Boden und wird als Wellenendlagerung eingebaut; die Nadelhülse (HK) ist beidseitig offen und für durchgehende Wellen geeignet.

Brauche ich für eine Nadelbüchse einen Innenring?

Nein, ein Innenring gehört nicht dazu. Die Nadeln laufen direkt auf der Welle, die deshalb gehärtet und feinbearbeitet sein muss. Lässt sich die Welle nicht entsprechend ausführen, kann ein separater Innenring (IR) ergänzt oder eine Bauform mit Innenring gewählt werden.

Welche Maße und Hersteller führt Eurobearing bei Nadelbüchsen?

Geführt werden Nadelbüchsen von INA, NTN, NKE, ZEN und NADELLA mit Bohrungen von 3 bis 50 mm und Außendurchmessern bis 58 mm. Die dynamischen Tragzahlen reichen je nach Baugröße von etwa 1 bis 97 kN, in käfiggeführter und vollnadeliger Ausführung.

Kurz gefasst

  • Die Nadelbüchse ist eine kompakte Nadellager-Bauform mit dünnwandiger Außenbüchse und geschlossenem Ende (Bodenscheibe) an einer Stirnseite.
  • Es gibt keinen Innenring — die Nadeln laufen direkt auf der gehärteten Welle; das spart radialen Bauraum bei hoher Tragzahl.
  • Im Unterschied zur beidseitig offenen Nadelhülse ist die Nadelbüchse an einer Seite geschlossen und für Wellenenden geeignet.
  • Auswahl über Hauptmaße (Bohrung 3–50 mm), Käfig vs. vollnadelig, Abdichtung und Hersteller (INA, NTN, NKE, ZEN, NADELLA).
  • Mehr Hintergrund im Ratgeber; den Grundaufbau von Bezeichnungen erklärt der Ratgeber Lagerbezeichnungen lesen.

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