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Euro Bearing
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Keilriemen & Antrieb

Keilriemen & Antrieb

Ummantelte Keilriemen und Antriebstechnik (u. a. Optibelt).

1.980 Artikel in dieser Gruppe

Kurz gesagt

Ein Keilriemen überträgt Leistung durch Reibung in der keilförmigen Rille einer Riemenscheibe; ausgewählt wird er über drei Größen, die zusammenpassen müssen: das Profil (Querschnitt, z. B. Schmalkeilriemen SPZ/SPA/SPB/SPC nach DIN 7753 oder klassische Profile A/B/C/D nach DIN 2215), die Riemenlänge und die Riemenscheibe. Eurobearing führt ein breites Sortiment ummantelter Keilriemen — klassische Profile, Schmalkeilprofile und ARPM-Profile (3V/5V/8V) — von Optibelt und weiteren Herstellern, direkt bestellbar.

Was umfasst die Familie Keilriemen & Antrieb?

Die Familie bündelt Riemen für den Antrieb über keilförmige Rillen. Der Querschnitt sitzt mit seinen Flanken in der Scheibenrille und überträgt die Leistung durch Reibung an diesen Flanken — nicht über den Riemenboden. Geführt werden in dieser Familie ummantelte Keilriemen: ein zugfester Polyester-Kern, eingebettet in eine Gummimischung und außen mit einem Gewebemantel umschlossen. Diese Bauart ist die klassische, robuste und universell einsetzbare Ausführung für industrielle Antriebe.

Innerhalb der Riementechnik unterscheidet man drei Profilfamilien, die im Sortiment vertreten sind:

  • Klassische Keilriemen (DIN 2215): Profile 5, Y/6, 8, Z/10, A/13, B/17, 20, C/22, 25, D/32, E/40 — das breite, ältere Profilraster mit eher flachem Querschnitt.
  • Schmalkeilriemen (DIN 7753, engl. narrow wedge): Profile SPZ, SPA, SPB, SPC — schmaler und höher als die klassischen Profile, dadurch höhere übertragbare Leistung bei gleicher Baubreite.
  • ARPM-Profile (engl. classical/wedge nach US-Norm): 3V/9N, 5V/15N, 8V/25N — querschnittlich verwandt mit SPZ, SPB bzw. SPC, jedoch mit eigenem Längenbezeichnungssystem.
SPA 1800 – Bezeichnung entschlüsselt

Wie wähle ich Profil, Länge und Scheibe richtig?

Profil, Länge und Riemenscheibe bilden eine Einheit und werden gemeinsam bestimmt. Das Profil ergibt sich aus der zu übertragenden Leistung und der Drehzahl; die Länge aus dem Achsabstand und den Scheibendurchmessern; die Scheibe muss zum Profil passen, da die Rillenform für jedes Profil eigene Abmessungen hat.

Vom Antrieb zum richtigen Keilriemen

  1. Welches Profil passt zur Leistung?Leistung und Drehzahl entscheiden zwischen Klassik (A/B/C/D) und Schmalkeil (SPZ/SPA/SPB/SPC); Schmalkeil überträgt mehr Leistung je Baubreite.
  2. Welche Länge wird benötigt?Die Länge ergibt sich aus Achsabstand und Scheibendurchmessern; angegeben als Richtlänge (Ld) oder Innenlänge (Li).
  3. Passt die Scheibe zum Riemen?Das Rillenprofil der Riemenscheibe muss dem Riemenprofil entsprechen; der Wirkdurchmesser bestimmt die Übersetzung.
  4. Reicht ein einzelner Riemen aus?Reicht die Leistung eines Riemens nicht, werden mehrere parallele Riemen oder ein gerippter Kraftband-Verbund eingesetzt.

Wesentliche Auswahlkriterien:

  • Profil: Schmalkeilriemen (SPZ/SPA/SPB/SPC) übertragen bei gleicher Scheibenbreite mehr Leistung als klassische Profile (A/B/C/D) und sind heute die gängige Wahl im Neuantrieb; klassische Profile bleiben für den Ersatz an Bestandsanlagen wichtig.
  • Länge: Keilriemen werden über die Richtlänge (Ld, engl. datum length) oder die Innenlänge (Li) bezeichnet. Beide Maße sind nicht gleich; beim Bezeichnungsvergleich ist daher zu prüfen, welches Längensystem angegeben ist.
  • Längenbezeichnung: DIN-Profile tragen die Länge meist direkt in Millimetern (z. B. SPA 1800), klassische Riemen oft als Riemennummer (z. B. A 46), ARPM-Profile über einen Längencode (z. B. 5V 1000). Die Systeme sind nicht untereinander übertragbar.
  • Scheibe: Das Rillenprofil der Riemenscheibe muss dem Riemenprofil entsprechen; der Wirkdurchmesser legt zusammen mit der Drehzahl die Übersetzung fest.
  • Hersteller: Geführt werden u. a. Optibelt sowie weitere Marken. Wird ein Riemen eines anderen Herstellers ersetzt, gelten Profil und Länge nach DIN/ISO als gemeinsamer Standard; die Riemenqualität (Polyester- gegenüber Aramid-Zugträger, ummantelt gegenüber flankenoffen) ist bei kritischen Antrieben dennoch zu prüfen.

Tragen Sie das gesuchte Profil oder die Riemenbezeichnung in die Filter des Katalogs unten ein, um direkt zur passenden Länge zu gelangen. Zur Entschlüsselung von Bezeichnungen und Suffixen hilft der Ratgeber zur Keilriemen-Profilwahl.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Schmalkeilriemen und klassischen Keilriemen?

Schmalkeilriemen nach DIN 7753 (Profile SPZ, SPA, SPB, SPC) haben einen schmaleren und höheren Querschnitt als klassische Keilriemen nach DIN 2215 (Profile A, B, C, D). Durch die größere Höhe greift mehr Flankenfläche in die Scheibenrille, sodass ein Schmalkeilriemen bei gleicher Baubreite mehr Leistung überträgt. Im Neuantrieb sind daher Schmalkeilprofile üblich; klassische Profile werden vor allem für den Ersatz an bestehenden Anlagen weitergeführt.

Was bedeuten Richtlänge und Innenlänge bei Keilriemen?

Die Richtlänge (Ld, engl. datum length) ist die Länge auf der Höhe der neutralen Faser des Riemens und das maßgebliche Bezugsmaß für die Antriebsberechnung. Die Innenlänge (Li) ist die innere Umfangslänge des Riemens und kleiner als die Richtlänge. Beide Maße bezeichnen denselben Riemen, sind jedoch zahlenmäßig verschieden — beim Vergleich zweier Bezeichnungen ist daher immer zu prüfen, auf welches Längensystem sich die Angabe bezieht.

Welche Profile und Hersteller führt Eurobearing bei Keilriemen?

Geführt werden ummantelte Keilriemen in klassischen Profilen (A, B, C, D), in Schmalkeilprofilen (SPZ, SPA, SPB, SPC) sowie in ARPM-Profilen (3V, 5V, 8V), unter anderem von Optibelt und weiteren Marken. Damit deckt das Sortiment sowohl Neuantriebe als auch den Ersatzbedarf an Bestandsmaschinen ab.

Kann ein Keilriemen einer anderen Marke einen vorhandenen ersetzen?

Profil und Länge folgen den Normen DIN 2215, DIN 7753 und ISO 4184, sodass ein SPA 1800 markenübergreifend dieselbe Profilform und Richtlänge bezeichnet. Profil und Länge sind damit herstellerübergreifend nach einem gemeinsamen Normraster definiert. Die innere Bauart — Polyester- gegenüber Aramid-Zugträger, ummantelt gegenüber flankenoffen — kann sich jedoch unterscheiden; bei hoch belasteten oder drehzahlkritischen Antrieben ist die Riemenqualität daher zusätzlich abzuwägen.

Kurz gefasst

  • Ein Keilriemen überträgt Leistung über die keilförmigen Flanken in der Scheibenrille; ausgewählt wird er über Profil, Länge und passende Riemenscheibe.
  • Profilfamilien: klassische Keilriemen (A/B/C/D, DIN 2215), Schmalkeilriemen (SPZ/SPA/SPB/SPC, DIN 7753) und ARPM-Profile (3V/5V/8V); Schmalkeil überträgt mehr Leistung je Baubreite.
  • Die Länge wird als Richtlänge (Ld) oder Innenlänge (Li) angegeben — die beiden Maße sind nicht gleich.
  • Riemenprofil und Scheibenprofil müssen übereinstimmen; in Mehrriemenantrieben gehören gleiche Typen und Längen in einen Satz.
  • Eurobearing führt ein breites Sortiment ummantelter Keilriemen von Optibelt u. a.; zur Bezeichnung hilft der Ratgeber zur Keilriemen-Profilwahl.
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