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Euro Bearing
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Lexikon

Hybridlager

Hybrid bearing

Hybridlager sind Wälzlager, bei denen die Ringe aus klassischem Wälzlagerstahl bestehen, die Wälzkörper jedoch aus Keramik gefertigt sind – üblicherweise aus Siliziumnitrid (Si3N4). Die Kombination verbindet die bewährte Stahlringtechnik mit den besonderen Eigenschaften keramischer Wälzkörper: geringere Dichte, hohe Härte und elektrische Isolationswirkung.

Für Instandhalter sind vor allem zwei Einsatzfälle relevant. Erstens wirken Hybridlager als Stromisolatoren: Da Si3N4 nicht leitet, wird der Stromdurchgang durch das Lager unterbrochen und der typischen Riffelbildung an den Laufbahnen von Elektromotoren und Generatoren vorgebeugt. Zweitens eignen sie sich für hohe Drehzahlen, etwa in Werkzeugmaschinenspindeln, weil die leichteren Wälzkörper geringere Fliehkräfte erzeugen und die Kinematik im Lager günstiger bleibt.

In der Praxis werden Hybridlager überwiegend als Rillenkugellager und Spindellager eingesetzt. Sie sind maßlich austauschbar mit ihren Vollstahl-Pendants; die Umstellung erfordert daher in der Regel keine konstruktive Änderung. Der höhere Preis rechtfertigt sich über längere Gebrauchsdauer in anspruchsvollen Anwendungen und den Schutz vor elektrisch bedingten Lagerschäden.